Selbstreflextion: Mit 60 habe ich aufgehört, mich klein zu machen
- Stefan

- 13. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 14. Feb.
Warum 2026 für mich das Jahr des Türöffners wird
Dieser Beitrag entsteht im Rahmen der Blogparade von Korina Dielschneider zum Motto 2026.Ich freue mich sehr über die Einladung und die Möglichkeit, mein Leitwort für das kommende Jahr in diesem Rahmen zu teilen.
Hier geht es zur Blogparade:https://dielschneider.de/blogparade-motto-2026/#comment-34911

„Nimm dich nicht so wichtig.“
Diesen Satz habe ich früh gelernt.
Und lange geglaubt.
Mit 60 habe ich gemerkt: Er hat mich stärker geprägt, als mir bewusst war.
Nicht sichtbar nach außen – ich war beruflich erfolgreich.
Aber innerlich habe ich vieles relativiert.
Lob abgewehrt.
Erfolge verkleinert.
Anerkennung sofort abgeschwächt mit: „Da geht noch mehr.“
Ich habe funktioniert.
Ich habe gestaltet.
Aber ich habe mich nicht wirklich gezeigt.
2025: Das Jahr des Spiegelbilds
Mein letztes Jahr stand unter einem Wort: Spiegelbild.
Ich bin 60 geworden – und habe mir bewusst Zeit genommen, auf mein Leben zu schauen. Nicht im Sinne von Bilanz oder Optimierung. Sondern im Sinne von Ehrlichkeit.
Wer bin ich wirklich?
Welche Entscheidungen haben mich geprägt?
Welche Glaubenssätze laufen noch im Hintergrund?
Dieses Spiegeljahr war kein Marketingprojekt. Es war Persönlichkeitsarbeit. Es war Selbstreflexion. Es war der Versuch, mich nicht nur als Coach, sondern als Mensch klarer zu verstehen.
Und dabei wurde mir etwas bewusst:
Ich habe mein Leben gelebt.
Nicht perfekt. Nicht geradlinig.
Aber konsequent entlang dessen, was mir Freude gemacht hat.
Dieses Prinzip – mich an dem zu orientieren, was sich stimmig anfühlt – hat mich getragen. Durch berufliche Wendepunkte. Durch Trennung. Durch Neuorganisation meines Lebens.
Und es hat mich zu einer tiefen Zufriedenheit geführt.
Der Glaubenssatz, der leise mitlief
Der Satz „Nimm dich nicht so wichtig“ war gut gemeint.
Aber er hatte Nebenwirkungen.
Er hat mich vorsichtig gemacht.
Er hat mich zurückhaltend gemacht.
Er hat verhindert, dass ich meinen eigenen Wert wirklich anerkenne.
Vielleicht kennst du das:
Du hast viel erreicht – und relativierst es trotzdem.Du bekommst Anerkennung – und denkst innerlich: „War doch nichts Besonderes.“Du wirst gesehen – aber du selbst siehst dich noch nicht ganz.
Genau dort stand ich.
Warum mein Wort für 2026 nicht „Sichtbarkeit“ heißt
Zuerst dachte ich, mein Motto für 2026 sei „Sichtbarkeit“.
Dann „Präsentieren“.
Dann „Würde“.
Alles richtige Begriffe.
Aber keiner hat sich lebendig angefühlt.
Bis ein Bild auftauchte:
Eine Tür.
Eine Klinke.
Ein Moment des Öffnens.
Und plötzlich war klar:
2026 erlaube ich mir, Türöffner zu sein.
Das Jahr des Türöffners
Ein Türöffner drängt nicht.
Ein Türöffner zwingt niemanden hindurch.
Ein Türöffner stellt nichts zur Schau.
Er öffnet.
Für sich selbst – und für andere.
Türöffner sagt Ja zu Präsenz.
Türöffner sagt Nein zum alten Satz, mich nicht wichtig zu nehmen.
2025 habe ich meine eigenen Türen geöffnet.Ich habe hingeschaut. Sortiert. Alte Glaubenssätze erkannt.
2026 gehe ich einen Schritt weiter.
Ich öffne Türen, indem ich meinen Weg teile.
Indem ich meine Erfahrungen nicht mehr klein halte.
Indem ich meine Geschichte nicht als Nebensatz behandle.
Nicht, um wichtig zu wirken.
Sondern weil mein Lebensweg – mit Erfolgen, Brüchen, Umwegen – vielleicht für andere ein Impuls sein kann.
Ich bringe nicht nur Coaching-Methoden mit.
Ich bringe gelebte Erfahrung mit.
Und ich erlaube mir, sie sichtbar zu machen.
Sichtbarkeit mit 60 ist keine Eitelkeit
Gerade in der zweiten Lebenshälfte erleben viele Menschen einen inneren Wendepunkt.
Man schaut zurück.
Man sortiert.
Man erkennt Muster.
Und oft stellt sich eine Frage:
Was halte ich eigentlich noch zurück?
Für mich ist 2026 kein Jahr des Beweises.
Es ist ein Jahr der Erlaubnis.
Ich muss nichts mehr werden.
Aber ich darf zeigen, wer ich geworden bin.
Das ist für mich wahre Präsenz.
Nicht laut.
Nicht aufdringlich.
Sondern klar.
Eine Einladung zum Austausch
Vielleicht stehst du selbst gerade vor einer Tür.
Vielleicht spürst du, dass etwas in dir reifer geworden ist –
aber du zögerst noch, die Klinke wirklich herunterzudrücken.
Vielleicht hält dich ein alter Glaubenssatz zurück.
Vielleicht machst du dich kleiner, als du bist.
Wenn dich meine Gedanken berühren oder zum Nachdenken bringen, dann melde dich gern.
Nicht für ein Angebot.
Nicht für ein Programm.
Sondern für ein Gespräch.
Zum Austauschen.
Zum Zuhören.
Zum gegenseitigen Lernen.
Ich glaube, dass wir uns entwickeln, wenn wir ehrlich erzählen.Und manchmal öffnen sich Türen genau dort, wo zwei Menschen bereit sind, wirklich hinzuhören.
2026 ist mein Jahr des Türöffners.
Vielleicht wird es auch für dich eines.




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